6. März 2026 | Platon & Sokrates | Mannheim
Über den Mut zum Nicht-Wissen
Philosophisches Denken beginnt nicht mit Gewissheit, sondern mit einer Frage. Sokrates gilt als Begründer einer Haltung, die das scheinbar Selbstverständliche ins Gespräch bringt. Nicht das schnelle Urteil steht im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Prüfen: Was meinen wir, wenn wir von Wissen, Tugend oder Glück sprechen?
In Platons Dialogen wird dieses Fragen zur Methode. Erkenntnis entsteht nicht durch Belehrung, sondern im Austausch unterschiedlicher Sichtweisen. Das Eingeständnis des Nicht-Wissens ist dabei kein Rückzug, sondern ein Anfang. Wer eigene Überzeugungen zur Disposition stellt, öffnet sich für andere Perspektiven.
Der Abend lädt dazu ein, diese dialogische Denkform zu erproben – als gemeinsames Nachdenken, nicht als Lehrveranstaltung.
Denkbewegungen
- Der Ursprung philosophischen Denkens im sokratischen Gespräch
- Nicht-Wissen als offene Haltung statt als Mangel
- Gedanken im Austausch entstehen lassen
- Verschiedene Sichtweisen im Raum halten
Das gemeinsame Gespräch bildet den Raum, in dem diese Denkbewegungen sichtbar werden können. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend ist die Bereitschaft, Fragen auszuhalten und Perspektiven nebeneinander bestehen zu lassen.
Veranstaltungsdetails
- Termin: Freitag, 06.03.2026 | 18:00 – 19:30 Uhr
- Ort: Philosophische Praxis | G7 22 | 68159 Mannheim
- Leitung und Moderation: Sofia Disson
- Teilnehmerzahl: max. 10 Personen
- Beitrag: 21€ | Zahlung auf Rechnung | Anmeldung erforderlich
- Hinweis: Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Philosophische Werkstatt 2026


