Online Reflexion zur Frage nach Gerechtigkeit in der Philosophischen Werkstatt
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25. Juni 2026 | Zwischen Pflicht & Glück | Online

Die Frage nach Gerechtigkeit

Ein Zug fährt ungebremst auf mehrere Menschen zu. Durch das Umstellen einer Weiche könnte er auf ein anderes Gleis gelenkt werden – mit der Folge, dass eine einzelne Person betroffen wäre. Darf man eingreifen?

Das sogenannte Trolley-Problem bündelt eine grundlegende Spannung moralischen Denkens: Zählt das Ergebnis einer Handlung – oder das Prinzip, nach dem wir handeln? Zwischen Pflicht und Nutzen stehen zwei unterschiedliche Weisen, Gerechtigkeit zu begründen.

Im Hintergrund dieser Unterscheidung begegnen sich Kant und Mill. Während Kant die Verbindlichkeit moralischer Prinzipien betont, richtet Mill den Blick auf die Folgen einer Handlung für das allgemeine Glück. Das Gedankenexperiment zwingt dazu, beide Perspektiven ernst zu nehmen, ohne sie vorschnell zu harmonisieren.

Diese Online-Reflexion nimmt das Szenario als Ausgangspunkt für eine gemeinsame Klärung: Was heißt es, gerecht zu handeln – und wie begründen wir moralische Urteile?

Denkbewegungen

  • Das Trolley-Problem als Verdichtung moralischer Konflikte
  • Pflichtethik und Utilitarismus als unterschiedliche Begründungsweisen
  • Gerechtigkeit zwischen Prinzip und Konsequenz
  • Verantwortung im Moment der Entscheidung

Die Teilnahme ist unabhängig von den Präsenzveranstaltungen möglich. Entscheidend ist die Bereitschaft, philosophische Positionen als Anregung zu verstehen und eigene Vorstellungen im Gespräch zu befragen.

Veranstaltungsdetails

  • Termin: Donnerstag, 25.06.2026 | 19:30 – 21:00 Uhr
  • Ort: Online via Google Meet | Link per E-Mail nach Anmeldung
  • Leitung und Moderation: Sofia Disson
  • Beitrag: 21€ | Zahlung auf Rechnung | Anmeldung erforderlich
  • Hinweis: Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Philosophische Werkstatt 2026

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