Impuls Diskussion,  Online

5. November 2026 | Simone Weil | Online

Aufmerksamkeit und dé-création (Gastbeitrag von Johanna Kosch)

Simone Weil betont, nicht zuletzt auf der Basis eigener Erfahrungen, die Möglichkeit zur Auflösung des eigenen Ichs. Diese Auflösungen geschehen Menschen durch äußere Einflüsse, ohne dass sie dies wollen, z.B. durch harte, unwürdige Arbeit. Doch auch ganz bewusst können diese Zustände herbeigeführt werden, z.B. durch Askese. Aus der Auf-gabe ergibt sich die Hingabe. Dazu bedarf es der vollen Aufmerksamkeit. Doch wozu soll man seine ganze Kraft in diese Selbstkasteiung investieren?

Als ethische Praxis wird dieses Zurücktreten des Ich zur Voraussetzung von Verantwortung: Erkennen des eigenen Leidens, Erkennen des Leidens Anderer, Solidarität. Wie kann man sich selbst und andere Menschen eigentlich verstehen? Und kann eine funktionierende Gesellschaft erst entstehen, wenn wir dieses Geheimnis gelüftet haben?

Denkbewegungen

  • Konzentration auf die Möglichkeit der Entäußerung des Ichs, weg von der Ich- Zentrierung.
  • Welche Chancen und Risiken bergen solche Praktiken für Individuum und Gesellschaft?
  • Ist eine ethische Praxis denkbar, die nicht auf Prinzipien beruht, sondern auf dem aktiven Mitsein, Miterleben und Mitleiden?

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend ist die Bereitschaft, Fragen auszuhalten und Perspektiven nebeneinander bestehen zu lassen.

Veranstaltungsdetails

  • Termin: Donnerstag, 05.11.2026 | 19:30 – 21:00 Uhr
  • Ort: Online via Google Meet | Link per E-Mail nach Anmeldung
  • Impulsgeberin: Johanna Kosch
  • Moderation: Sofia Disson
  • Teilnehmerzahl: max. 15 Personen
  • Beitrag: 21€ | Zahlung auf Rechnung | Anmeldung erforderlich
  • Hinweis: Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Philosophische Werkstatt 2026

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